Computerspiele

Video- und Computerspiele sind heute ein fester Bestandteil der Medienkultur und übertreffen in ihren Umsätzen, ihrer Nutzungsdauer sowie ihrer Beliebtheit bereits alteingesessene Medien wie Filme und Musik.

Medienkonsum steigt an

Ein Hauptgrund hierfür ist, dass nicht mehr nur überwiegend der männliche Jugendliche Video- und Computerspiele konsumiert, wie es noch vor einigen Jahren der Fall war, sondern das Medium nun auch beim weiblichen Geschlecht immer beliebter wird und die älteren Generationen, die die Entwicklung der Branche schon seit Jahrzehnten aktiv mitverfolgen, ihrem Hobby weitestgehend treu geblieben sind. Dass nun auch immer mehr weibliche Personen das Medium verstärkt nutzen liegt vor allem an den Veränderungen, welche die Branche in den vergangenen Jahren durchlaufen hat. Zwar werden immer noch viele Spiele auf den so genannten “Core Gamer”, der viel Erfahrung mit Spielen hat und der sich gerne lange und intensiv mit einem Spiel, bestenfalls mit außergewöhnlicher Grafik- und Sounduntermalung, auseinandersetzt, zugeschnitten, doch inzwischen werden auch immer mehr familiengerechte Spiele für jedes Alter entwickelt und auf den Markt gebracht. Dazu zählen beispielsweise Geschicklichkeitsspiele, Denkspiele, Puzzlespiele oder Brettspiele, welche in ein digitales Format übertragen werden.

Neue Konsolen – neue Spiele

Nintendo hat mit der Veröffentlichung seiner Konsolen “Wii” und der tragbaren Konsole “Nintendo DS” maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung. Durch die Bewegungssteuerung der Wii und den Touchscreen des Nintendo DS entstanden zahlreiche neue Spielideen, die Frauen und Männer beinahe jedes Alters gleichermaßen ansprechen und begeistern. Sony und Microsoft ziehen aufgrund des enormen kommerziellen Erfolgs der Nintendo Wii nach und veröffentlichen ihrerseits ebenfalls Bewegungssteuerungen für ihre Heimkonsolen, wodurch auch sie eine Zielgruppe abseits des Core-Gamers, den so genannten Casual-Gamer, also Gelegenheitsspieler, ansprechen wollen. Generell ist erkennbar, dass der PC als Plattform für Computerspiele immer mehr von den stationären und mobilen Konsolen abgelöst wird, was vor allem ihrer Internetfähigkeit sowie deren einfacher Handhabung, bei vergleichsweise geringen Kosten, zu verdanken ist.